{"id":4179,"date":"2020-01-30T10:50:47","date_gmt":"2020-01-30T09:50:47","guid":{"rendered":"https:\/\/neu.hqam.ch\/diese-renditen-durften-schweizer-anleger-2019-erwarten\/"},"modified":"2023-06-12T10:52:06","modified_gmt":"2023-06-12T08:52:06","slug":"diese-renditen-durften-schweizer-anleger-2019-erwarten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hqam.ch\/en\/diese-renditen-durften-schweizer-anleger-2019-erwarten\/","title":{"rendered":"Diese Renditen durften Schweizer Anleger 2019 erwarten"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-post\" data-elementor-id=\"4179\" class=\"elementor elementor-4179 elementor-3906\" data-elementor-post-type=\"post\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-c6de011 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"c6de011\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\" data-settings=\"{&quot;jet_parallax_layout_list&quot;:[]}\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-c0b47f9\" data-id=\"c0b47f9\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-6aac3c7 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"6aac3c7\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Wer sein Geld von einem Profi verwalten l\u00e4sst, wurde in den vergangenen Jahren mehrheitlich entt\u00e4uscht. 2019 lief deutlich besser. Schweizer Verm\u00f6gensverwalter haben viel richtig gemacht.<\/p>\n<p>Wenn er nur mit den allerbesten Zutaten kocht, ist es fast unm\u00f6glich, dass ein professioneller Koch etwas Ungeniessbares auftischt. Dieses Bild l\u00e4sst sich auch verwenden, wenn man das Anlagejahr 2019 auf den Punkt bringen will. F\u00fcr Investoren war es die beste aller Welten, da sich nicht nur die wichtigsten Anlageklassen positiv entwickelten, sondern diese vielfach auch ansehnliche bis aussergew\u00f6hnlich hohe Renditen abwarfen.<\/p>\n<p><strong>Hervorragende Ausgangslage f\u00fcr die Verm\u00f6gensverwalter<\/strong><\/p>\n<p>Dies gilt vorab f\u00fcr risikobehaftete Anlagen wie Aktien. Der Weltindex MSCI World hat um satte 24% zugelegt. Noch besser lief es f\u00fcr die Schweizer Valoren, die inklusive Dividenden rund 30% abwarfen, und mit amerikanischen Technologiewerten liessen sich sogar 37% verdienen. Auch die Preise f\u00fcr Edelmetalle stiegen deutlich an, jener f\u00fcr Gold beispielsweise um 18%, und selbst mit Obligationen aller Schattierungen fuhr man im vergangenen Jahr gut. Bei den von vielen Experten wegen der negativen Verfallrenditen gemiedenen Schweizer Staatsanleihen kam es zu Kursgewinnen, so dass es unter dem Strich sogar f\u00fcr ein kleines Plus reichte. Und mit Hochzinsanleihen oder Papieren aus Schwellenl\u00e4ndern liessen sich sogar zweistellige Renditen zwischen 11 und 14% erzielen.<\/p>\n<p>Die Zutaten f\u00fcr die K\u00f6che der Geldanlagen \u2013 die Banken und Verm\u00f6gensverwalter \u2013 waren also von hoher Qualit\u00e4t. Die spannende Frage lautet aber, was die K\u00fcchenchefs daraus gemacht haben. Um die Ergebnisse einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, sollten sie mit neutralen Messlatten (Benchmarks) verglichen werden, die der jeweils gew\u00e4hlten Anlagestrategie entsprechen.<\/p>\n<p><strong>Je mehr Aktien, umso besser<\/strong><\/p>\n<p>Nimmt man die Benchmark-Renditen der unabh\u00e4ngigen Beratungsfirma Zwei Wealth zum Massstab, m\u00fcssten Franken-Anleger im vergangenen Jahr ausnahmslos positive Renditen erzielt haben. Aufgrund der hohen Aktienrenditen liegt die Benchmark-Rendite umso h\u00f6her, je gr\u00f6sser der Anteil der Dividendenpapiere ist. Selbst mit Portfolios ohne Aktien (Strategie \u00abfestverzinslich\u00bb) sollten Kunden im vergangenen Jahr 3,3% verdient haben. In dieser Zahl sind bereits Kosten f\u00fcr die in einem Portfolio eingesetzten Instrumente (etwa Fonds oder strukturierte Produkte) ber\u00fccksichtigt, nicht aber jene f\u00fcr die Verm\u00f6gensverwaltung.<\/p>\n<p>Je nach Strategie und Anlagebetrag werden hier \u00fcblicherweise zwischen 0,5 und 1,5% verlangt, wobei es umso teurer wird, je h\u00f6her die Aktienquote und je tiefer das investierte Verm\u00f6gen ist. Bei einer Aktienquote von 10% (\u00abEinkommen\u00bb) sollte das Ergebnis bei 5,7% liegen, f\u00fcr die Strategie \u00abRendite\u00bb mit 25% Aktien sind es schon 9,3%. F\u00fcr \u00abausgewogene\u00bb Portfolios, die zur H\u00e4lfte aus Aktien bestehen, betr\u00e4gt die Richtschnur 14%, f\u00fcr die Strategie \u00abWachstum\u00bb (70% Aktien) sind es 18,8%, und bei der risikoreichsten Ausrichtung mit durchschnittlich 90% Aktien sind es sogar 24,8%.<\/p>\n<p><strong>Negative Renditen sind absolute Ausnahmen<\/strong><\/p>\n<p>Betrachtet man die Ergebnisse von 85 Banken und Verm\u00f6gensverwaltern, die ihre Resultate Zwei Wealth zur Verf\u00fcgung gestellt haben, wurde dort 2019 insgesamt solide gearbeitet. Erstens sollte f\u00fcr fast alle Kunden auch nach Abzug der Geb\u00fchren f\u00fcr die Verm\u00f6gensverwaltung ein positives Ergebnis zu Buche stehen. Lediglich f\u00fcr rein festverzinsliche Portfolios d\u00fcrfte bei den Anbietern mit den schlechtesten Resultaten im Einzelfall ein kleines Minus herausschauen.<\/p>\n<p>Zweitens halten sich die Abweichungen zwischen den schlechtesten erzielten Renditen und den Benchmarks bei den meisten Strategien in akzeptablen Grenzen. Bei der Strategie \u00abWachstum\u00bb mit etwa 70% Aktien betr\u00e4gt dieser Abstand gut 4 Prozentpunkte, bei den risiko\u00e4rmeren Strategien liegt er jeweils darunter. Angesichts von 85 Anbietern und der hohen absoluten Renditen kann man mit diesen Werten leben. Die Ausnahme bildet erneut die Strategie \u00abAktien\u00bb. Hier erzielte der schlechteste Verwalter eine Rendite, die 14 Prozentpunkte unter dem Benchmark liegt.<\/p>\n<p><strong>Die Ergebnisse klaffen teilweise weit auseinander<\/strong><\/p>\n<p><em>2019 mit Franken-Strategien erzielte Renditen, in %<\/em><br \/><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3910\" src=\"https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/wachstum.jpg\" alt=\"\" width=\"666\" height=\"296\" srcset=\"https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/wachstum.jpg 666w, https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/wachstum-300x133.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 666px) 100vw, 666px\" \/><\/p>\n<p><em>Ungef\u00e4hre Aktienquote in Klammern. In den Renditezahlen der 85 Banken und Verm\u00f6gensverwalter sind die Kosten der Anlageinstrumente (z. B. Fonds) ber\u00fccksichtigt.<\/em><br \/><em>Quelle: Zwei Wealth<\/em><\/p>\n<p><strong>Mit Vollgas ins Jahr gestartet<\/strong><\/p>\n<p>Drittens, was besonders erfreulich ist, schaffte es bei f\u00fcnf von sechs Strategien mindestens die H\u00e4lfte der Verm\u00f6gensverwalter, die neutrale Messlatte zu schlagen. Die Zahl derer, die 2019 f\u00fcr ihre Kunden einen echten Mehrwert erwirtschaftet haben, war also hoch. Dies ist umso bemerkenswerter, weil das in den Vorjahren nicht der Fall war. 2017, das an den Finanzm\u00e4rkten \u00e4hnlich verlief wie das vergangene Jahr, holten etliche Anbieter die Sch\u00e4fchen zu fr\u00fch ins Trockene und verpassten dadurch einiges an Rendite. Im darauffolgenden Jahr waren es dann mehrere Richtungswechsel an den B\u00f6rsen, die so manchen Portfoliomanager aus dem Konzept brachten.<\/p>\n<p><strong>Aktives Management hat sich relativ h\u00e4ufig ausbezahlt<\/strong><\/p>\n<p><em>2019 mit Franken-Strategien erzielte Renditen, in %<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3912\" src=\"https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/benchmark-1.jpg\" alt=\"\" width=\"631\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/benchmark-1.jpg 631w, https:\/\/hqam.ch\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/benchmark-1-300x196.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 631px) 100vw, 631px\" \/><\/p>\n<\/p>\n<p><em>Ungef\u00e4hre Aktienquote in Klammern. In den Renditezahlen der 85 Banken und Verm\u00f6gensverwalter sind die Kosten der Anlageinstrumente (z. B. Fonds) ber\u00fccksichtigt.<\/em><br \/><em>Quelle: Zwei Wealth<\/em> <\/p>\n<p>\u00abNach dem Kurseinbruch Ende 2018 sind viele Verwalter mit einer erh\u00f6hten Aktienquote ins neue Jahr gestartet\u00bb, sagt Patrick M\u00fcller von Zwei Wealth. Anders als 2017 habe im Jahresverlauf nur eine kleine Minderheit die Risiken massgeblich reduziert, erkl\u00e4rt er das insgesamt gute Abschneiden.<\/p>\n<p><strong>Der mehrj\u00e4hrige Vergleich z\u00e4hlt<\/strong><\/p>\n<p>Trotz dem erfreulichen Resultat ist festzuhalten, dass in zahlreichen Portfolios die mehrj\u00e4hrige Performance verbesserungsw\u00fcrdig bleibt. Ist der Abstand zum Benchmark gering und handelt es sich um eine Eintagsfliege, ist das unbedenklich. Schneidet ein Verwalter jedoch regelm\u00e4ssig schlecht ab, kann die unterdurchschnittliche Leistung f\u00fcr die Kunden schnell teuer werden.<\/p>\n<p>Wer daran interessiert ist, wie die Ergebnisse seiner Bank oder seines Verm\u00f6gensverwalters im vergangenen Jahr einzuordnen sind, kann dort eine entsprechende Auswertung anfordern. Zwei Wealth hat diese Analysen bereits an die erw\u00e4hnten 85 Anbieter verschickt. Verwaltern, die nicht zu dieser Gruppe z\u00e4hlen, bietet Zwei Wealth kostenlos an, ihre Performance einzuordnen. Anleger, die wissen wollen, ob die Analyse f\u00fcr ihren Verwalter vorliegt, k\u00f6nnen das auf der Webseite von Zwei Wealth \u00fcberpr\u00fcfen.<\/p>\n<p><strong>Michael Sch\u00e4fer<\/strong><\/p>\n\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer sein Geld von einem Profi verwalten l\u00e4sst, wurde in den vergangenen Jahren mehrheitlich entt\u00e4uscht. 2019 lief deutlich besser. Schweizer Verm\u00f6gensverwalter haben viel richtig gemacht. Wenn er nur mit den allerbesten Zutaten kocht, ist es fast unm\u00f6glich, dass ein professioneller Koch etwas Ungeniessbares auftischt. 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